Initiative käfigfreie Mensa

Obwohl fast jeder gegen sie ist, servieren die meisten Mensen noch Eier und Eiprodukte aus Legebatterien. Lasst uns schauen, ob wir das nicht ändern können!

Schickt euren Mensachef_innen eine Mail (siehe Mailvorlage) und lasst sie wissen, dass ihr mindestens Eier aus Freilandhaltung haben wollt.
Weitere Infos – z.B. an welchen Studentenwerken sich schon was getan hat – unter folgender Homepage.

Mailvorlage

Sehr geehrte XY,

einige Mensen in Deutschland verwenden bereits ausschließlich Eier und Eiprodukte wie Flüssigei aus Freiland- oder Biohaltung. Ich schreibe Ihnen, weil ich mir solch eine Umstellung auch bei uns wünsche. Privat kaufe ich aus Tierschutzgründen keine Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung, und ich kenne auch praktisch keine Kommilitonen, die dies tun. Sie können sicher sein, dass bei einer Umstellung der Mehrpreis von einigen Cent pro Ei von mir und meinen Bekannten sehr gerne selbst bezahlt wird. Ich nehme an, dass das Studentenwerk kein Budget für solche Schritte zur Verfügung stellen kann.

Wussten Sie schon? Unsere Nachbarn in Österreich und in der Schweiz verwenden auch keine Käfigeier in den Mensen. In den USA haben schon über 330 Unis auf tierfreundlichere Haltungsbedingungen umgestellt (darunter auch viele der Eliteunis) und sogar McDonald’s verwendet in Deutschland und vielen anderen Ländern Europas nur noch Freilandeier. Da sollten wir doch mindestens gleichziehen.

Mit freundlichen Grüßen
YZ

Für Karlsruhe: Dank unzähliger Mails an das Studentenwerk Karlsruhe ist die Uni-Mensa seit 23. Februar 2009 käfigEI-frei!  Ein toller Erfolg.

studiVZ

Wenn du bei studiVZ angemeldet bist, kannst du der Gruppe „Initiative käfigfreie Mensa“ beitreten (über studiVZ bzw. meinVZ) und weitere Freunde dazu einladen. Geht ganz einfach!

Verbot der Käfighaltung
Hier und da wird irreführenderweise vom erfolgreichen Verbot der Käfighaltung gesprochen. In der Praxis bedeutet das einen Bierdeckel mehr Platz pro Huhn und natürlich noch immer Käfige. Wer erkennt den Unterschied? Siehe folgenden Kurzfilm.

Käfigfreie Supermärkte

Erfreulich ist, dass immer mehr Supermärkte keine Eier aus Käfighaltung mehr verkaufen und dafür werben (siehe Bild, unten rechts).

Leider handelt es sich bei verarbeiteten Produkten weiterhin um Eier aus Käfighaltung – sofern nicht anders deklariert. Die Initiative „Deutschland wird käfigfreiwill das ändern und sorgt für Transparenz, indem Positiv- und Negativ-Listen von Herstellern veröffentlicht werden.

Außerdem

Egal ob Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung – männliche Küken werden nach wie vor aus Profitgründen getötet, obwohl es das Tierschutzgesetz verbietet, und ihre eierlegenden Schwestern wandern nach 12-15 Monaten in den Suppentopf. Ein erster Schritt wäre, seinen Konsum zu reduzieren und darauf zu achten, wie die Tiere gehalten werden, ein weiterer Schritt wäre, das zu boykottieren, mit dem man nicht (mehr) einverstanden ist.

Verfasst von Silke


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17 Kommentare zu “Initiative käfigfreie Mensa”

  1. Alexander Koch
    1. November 2008 um 22:20

    Nach unserem Gespräch mit dem Einkaufsleiter des Studentenwerks Karlsruhe vor einem halben Jahr wurde mir versichert, dass nur Bio-Eier verwendet werden und z.B. alle Teigwaren/Nudeln außer Spätzle ohne Ei hergestellt sind.

    Von daher wäre Karlsruhe nicht betroffen. Ich habe auch den Fehler gemacht, vor dem Vorschlag „Käfigfreie Mensa“ nicht anzufragen, ob die Mensa schon käfigfrei ist.

    Grüße,
    Alex

  2. Silke
    5. Dezember 2008 um 17:49

    Sorry, das stimmt nicht ganz, hier die Antwort des Studentenwerks:
    „In unserem Mensabetrieb Am Adenauerring werden aus hygienischen Gründen
    ultrahocherhitzte Flüssigeier verwendet, die fertig angeliefert werden und nicht aus Bio-Eiern
    bestehen.
    In unserer Cafeteria Im Studentenhaus verwenden wir seit einiger Zeit zu Ostern keine Bio-
    Eier mehr, da die Aufbewahrung schwieriger zu handhaben war als bei Eiern aus
    Käfighaltung.
    Mit welchen Eiern die Brötchen belegt sind werden wir Ihnen, sobald wir eine Rückmeldung
    von der Cafeterialeitung erhalten haben, mitteilen.“

    i. A. Nicole Welz
    PR-Assistentin
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Studentenwerk Karlsruhe, Anstalt des öffentlichen Rechts
    Adenauerring 7, 76131 Karlsruhe
    Tel.: +49 721 6909-196, Fax: +49 721 6909-292
    Internet: http://www.studentenwerk-karlsruhe.de
    E-Mail: pr@studentenwerk-karlsruhe.de

  3. Silke
    19. März 2009 um 18:17

    Kleiner Erfolg:
    Das Studentenwerk Karlsruhe (Mensa) ist seit 23. Februar käfigEI-frei!
    Unzählige Mails von euch brachten das Studentenwerk zwar nicht dazu, ganz auf Eier zu verzichten, aber immerhin auf Freilandeier bzw. Bioeier umzusteigen. Das Ganze ist bald unter „Campus life“ (Ausgabe April) nachzulesen.

  4. Hjalmar
    8. April 2009 um 16:37

    Die April-Ausgabe von Campus Life ist unter http://www.studentenwerk-karlsruhe.de/pdf/campuslife/cl0409.pdf online verfügbar. (Der Beitrag über die Umstellung auf Freilandhaltung ist auf Seite 5.)

  5. Silke
    11. August 2009 um 11:19

    Warum es in Deutschland trotz Verbot immer noch Hühner in Käfighaltung gibt, könnt ihr in der Süddeutschen nachlesen:
    http://www.sueddeutsche.de/T5Q38r/3002960/Eier-aus-der-Huehnerhoelle.html

  6. Silke
    16. August 2009 um 13:09

    Schon gehört? Deutschland wird käfigfrei!
    Folgende Initiative kümmert sich darum: http://kaefigfrei.de/

    Denn während Eier aus Käfighaltung immer mehr aus den Supermarkt Regalen verschwinden, stecken in verarbeiteten Produkten wie Nudeln, Kekse, Mayo & Co nach wie vor Käfigeier. Daher veröffentlicht die Initiative Listen von Herstellern, die Käfigeier verwenden.

    So wie Greenpeace veröffentlicht, welche Hersteller ihre Tiere mit gentechnisch verändertem Futter füttern: https://service.greenpeace.de/ueber_uns/foerderer_service/gentechnik_ratgeber_bestellen

  7. Silke
    20. August 2009 um 15:17

    Initiative „käfigfreie Fleischalternativen“ könnte man die folgende Idee nennen:
    http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=4053
    „Helfen Sie den Hühnern in der Massentierhaltung: Appellieren Sie an die Hersteller vegetarischer Fleisch-Alternativen, auf Eier in der Rezeptur zu verzichten.“

  8. Silke
    21. August 2009 um 12:51

    Garden Gourmet (Tivall) wird weiterhin Käfigeier in seine Fleischalternativen stecken:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir wissen Ihr Interesse an unserer Produktlinie Garden Gourmet zu schätzen. In der Tat möchten wir mit unserem umfangreichen Sortiment vielen Menschen eine abwechslungsreiche und hochwertige vegetarische Ernährung ermöglichen. Gleichzeitig ist es uns natürlich ein großes Anliegen, für unsere Kunden eine konstant hohe Qualität der Garden Gourmet Produkte in Geschmack, Aussehen und Konsistenz zu gewährleisten. Diese Qualität – und insbesondere die sehr gute Konsistenz und Struktur unserer Produkte – können wir derzeit aber nur durch den Zusatz von Hühnereiweiß erreichen.
    Doch wir nehmen Ihre konstruktiven Anregungen ernst und haben sie an unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung weitergeleitet, um die Möglichkeit zu prüfen zukünftig auf Hühnereiweiß zu verzichten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Garden Gourmet Infodienst“

    Es sei denn sehr viele Menschen würden sich hier beteiligen:
    http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=4053

  9. Silke
    10. Oktober 2009 um 11:56

    Gestern war Welteitag – wie jeden 2. Freitag im Oktober:

    ——————————————
    *Pressemitteilung*
    Menschen für Tierrechte –
    Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
    ——————————————

    *Welteitag 2009: Handel, Verbraucher und Fabrikanten setzen neue Maßstäbe für mehr Tierschutz *

    Anlässlich des morgigen Welteitages stellt der Bundesverband Menschen für Tierrechte heraus, dass tierschutzfreundliches Handeln möglich ist, ohne zu wirtschaftlichen Einbußen zu führen. Immer mehr Handelsketten, Ei verarbeitende Betriebe und Verbraucher meiden Eier aus Käfighaltung. Ihre Anzahl sei enorm gestiegen. Dies zeige beispielgebend, wie mehr Tierschutz in der Praxis durchgesetzt werden kann — während Politik und Justiz diese Entwicklung verschliefen.

    „Verbraucher, Hersteller und Handel zeigen damit der Bundeskanzlerin die rote Karte. Unter Frau Merkels Regie wurde nämlich das Verbot der Käfighaltung wieder aufgehoben. Durch Tierschutzverbände angeschoben, haben zuerst die meisten deutschen Lebensmittelhandelsketten auf den Verkauf von Käfigeiern verzichtet, auch aus der neuen sogenannten Kleingruppenhaltung. Danach haben fast alle nationalen Nudelhersteller und erste Backwarenproduzenten versichert, kurzfristig auf Eier aus Boden- und Freilandhaltung umzustellen“, freut sich Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.“Dieses Bekenntnis gegen Tierquälerei mag den Politikern, die dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet sind, aber mehrheitlich meist Wirtschaftsinteressen folgen, ein Mahnmal sein. Auch dem Bundesverfassungsgericht mag diese Entwicklung die Bedeutung des Tierschutzes vor Augen führen.“

    Seit Januar 2009 dürfen Legehennen in Deutschland nicht mehr in herkömmlichen Batteriekäfigen gehalten werden, mit Ausnahmen bis Jahresende. Jedoch ist eine neue Form der Käfighaltung zulässig, genannt „Kleingruppenhaltung“. Faktisch werden dort jedoch nur mehr Tiere in etwas größere Käfige gesperrt. Über deren Rechtmäßigkeit bzw. über die geltende Verordnung zur Hennenhaltung hat das Bundesverfassungsgericht noch immer nicht entschieden; die entsprechende Normenkontrollklage wurde bereits im Juni 2007 durch Rheinland-Pfalz eingereicht.

    Nach Angaben der Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt bekannten sich zur „Käfigfrei“-Umstellung bereits 22 Einzelhandelsunternehmen, 18 Nudelhersteller und 6 Backwarenproduzenten.

    „Der beste Tierschutz ist natürlich, seinen Speiseplan völlig ohne Eier und Produkte vom Tier auszurichten. Damit dies manchem leichter fällt, hat unser Verband das Rezeptportal http://www.culinaria-vegan.de geschaffen, auf das wir herzlich einladen“, schließt Simons.

    Der zweite Freitag im Oktober eines Jahres ist 1997 von der „International Egg Commission“ (internat. Verband von Eierproduzenten) zum Welteitag erklärt worden.

    Informations- und Rezeptportal: http://www.culinaria-vegan.de

    Kontakt:
    Pressestelle – Stephanie Elsner, Tel.: 05237 – 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de

  10. Silke
    9. Dezember 2009 um 18:52

    Hier http://www.kaefigfrei.de/transparenz/ findet ihr Hersteller von Nudeln, Backwaren und Süßwaren, die leider noch immer Käfigeier verwenden!

  11. daniel
    10. Dezember 2009 um 07:32

    wen interessiert das?

  12. Silke
    10. Dezember 2009 um 18:14

    Kennst du Menschen, die Bahlsen-Produkte essen, noch nicht vegan leben aber Käfighaltung ablehnen? Ich schon.
    Gibt man denen die Info, werden sie evtl. nachdenklich und kaufen anders ein – z.B. vegane Kekse, weil es zu anstrengend ist, Kekse mit Ei zu finden, die nicht aus Käfighaltung stammen 😉
    Übrigens: Nicht nur Veganer_innen lesen hier im Blog mit.

  13. Silke
    18. Februar 2010 um 16:27

    Neues Tierschutzgesetz der Grünen sieht auch ein Verbot der Kleingruppenhaltung vor! Außerdem wollen sie ein Verbandsklagerecht & max. 6-8 Stunden Transportzeit und vieles mehr.
    top-agrar http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=16674&Itemid=519 scheint damit nicht ganz einverstanden zu sein, denn sie schreiben: „Die Grünen träumen weiter von ihrer Idealwelt“

  14. Silke
    20. Februar 2010 um 16:48

    Käfighaltung von Legehennen soll evtl. doch nicht 2012 enden!
    Petition hier:
    http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=5803

  15. Silke
    14. März 2010 um 11:39

    Noch immer verwenden diverse Firmen Käfigeier – hier http://www.kaefigfrei.de/transparenz/backwaren/#negativ kann man dagegen protestieren.

  16. Silke
    23. März 2010 um 08:37

    Video aus der sog. Kleingruppenhaltung von Hühnern:
    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/kleingruppenhaltung-undercover

  17. frankfurt oder restaurant
    11. März 2017 um 07:54

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