Titel der Veranstaltung: Tierschutz und Tierrechte: Verschiedene theoretische Ansätze in der Tierphilosophie
Typ: Hauptseminar
Dozentin: Dr. Arianna Ferrari
Ort: Gebäude 20.12, Raum 110, Institut für Philosophie
Semester: Wintersemester 2012/13
Semesterwochenstunden (SWS): 2
Termin: donnerstags 17.30-19.00 Uhr (Beginn: 18.10.2012)
Kurzbeschreibung:
Dass Tiere moralisch relevante Wesen sind steht außer Zweifel. Ob wir sie für unsere Zwecke gebrauchen dürfen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Im Mittelpunkt von den so genannten Tierschutz-Theorien steht der Gedanke, dass unnötiges Tierleid zu vermeiden und nötiges Tierleid zu minimieren ist. Ausserdem wird die Auffassung vertreten, dass die Nutzung von Tieren unter der Berücksichtigung dieser zwei Bedingungen gerechtfertigt ist. Dagegen wird in den Tierrechts-Theorien argumentiert, dass Tiere einen Eigenwert unabhängig von dem Nutzen von anderen haben und dass sie fundamentale Rechte verdienen, wie vor allem das Recht auf Leben, Freiheit und Verbot der Folter. Innerhalb der Tierrechtstheorien wird dann auch die Auffassung vertreten, dass das Mensch-Tier-Verhältnis in unserer aktuellen Gesellschaft, in denen Tiere gegessen, getötet und auf unterschiedliche Arten instrumentalisiert werden, Ausdruck eines Herrschafts- und Gewaltverhältnisses ist, und dass Unterdrückungsverhältnisse von Menschen und Tieren im engen Zusammenhang stehen.
Anhand der Lektüre ausgewählter repräsentativer Beiträge der Tierschutz- und Tierrechtsdebatte zielt das Seminar darauf hin, den ethischen und politischen Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.