Save the planet – go vegetarian!

Fein, dass die Massenmedien – hier CNN – solche Themen aufgreifen und verschiedene Akteure zum Thema Klimwandel und Vegetarismus zu Wort kommen lassen.

Verfasst von Robert


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13 Kommentare zu “Save the planet – go vegetarian!”

  1. martin
    10. November 2009 um 17:50

    Umwelt-Argumentation führt zu nichts anderem, als zu “umweltfreundlicherer” Tierausbeutung. Zu ethischem Veganimus bringt man damit niemanden (und “Vegetarismus” ist erst recht kein Fortschritt).
    Siehe auch http://vegane-gesellschaft.de/archives/47-Ethik-misst-sich-nicht-in-CO2.html

  2. Paul
    10. November 2009 um 19:40

    selbst Achim war ueber 20 Jahre Vegetarier. – Kaum zu glauben ;)

    Warum ist Vegetarismus kein Fortschritt ?

    Ich selbst bin ueber die vegetarische Ernaehrung, erst auf die vegane Lebensweise aufmerksam geworden. 6 Monate hat es immerhin gedauert bis ich es gepeilt habe.

    @martin: Du lebst vegan ?

  3. Robert
    11. November 2009 um 09:15

    @martin: Danke für deinen Kommentar. Ich weiß nur noch nicht so recht, wo ich den jetzt einordnen soll. Ist es jetzt Kritik an diesem Video, an der Methodik Klima mit Vegetarismus zu verknüpfen oder etwas ganz anderes? Wenn es konstruktive Kritik gewesen ist, dann hab ich die wohl nicht ganz durchdrungen. Vielleicht kannst du mir ja helfen.

    Ich möchte trotz genau zu wissen, was du beabsichtigt hast, auf deinen Kommentar eingehen.

    a) »Umwelt-Argumentation führt zu nichts anderem, als zu “umweltfreundlicherer” Tierausbeutung.«

    Das sehe ich ein wenig anders. Ich denke, dass es dazu führen kann, aber nicht zwangsläufig muss. Menschen sind laut meiner Ansicht keine homogene Masse, die man beliebig manipulieren kann. Die Menschen, die der Klimathematik aufgeschlossen gegenüberstehen und auch bereit sind sich zu ändern, ändern sich vielleicht. Andere wiederum tun es nicht und wieder andere fühlen sich gestört, weil sie meinen, jemand will ihnen eine Handlungsweise vorgeben und verhalten sich aus Trotz konträr zu den Forderungen.

    b) »Zu ethischem Veganimus bringt man damit niemanden (und “Vegetarismus” ist erst recht kein Fortschritt).«
    In beiden Dingen stimme ich dir vollkommen zu, wenn folgende Zustände als gegeben angenommen werden:
    - Man will, dass alle Menschen ethische Veganer_innen werden
    - Aus Sicht von jemandem der vegan lebt, ist Vegetarismus kein Fortschritt.
    Meiner Meinung nach ist es aber sehr wohl ein Fortschritt, wenn ein omnivor lebender Mensch sich entscheidet von nun an nur noch einmal die Woche Fleisch zu konsumieren, oder sich gar entscheidet auf Fleischalternativen auszuweichen. Für ihn persönlich ist das definitiv ein Fortschritt. Und wenn es immer mehr von diesen Menschen gibt, die diesen Schritt gehen, dann ändert sich die Nachfrage ökonomisch messbar und das Angebot wird verändert.

  4. martin
    11. November 2009 um 14:42

    > Warum ist Vegetarismus kein Fortschritt ?

    Worin liegt der Fortschritt, wenn statt Schweinen und Rindern Kühe und Hühner umgebracht werden (und weitere Rinder und Bienen etc. pp.)?

    > Ich selbst bin ueber die vegetarische Ernaehrung, erst auf die vegane Lebensweise aufmerksam geworden. 6 Monate hat es immerhin gedauert bis ich es gepeilt habe.

    Das mag ja alles sein, aber das ändert immer noch nichts daran, daß es argumentativ fatal ist, Vegetarismus als positiv darzustellen. (Übrigens liegt die hohe Anzahl der vorher vegetarisch Gewesen genau an dieser Argumentation. Würde stattdessen eindeutig und unmißverständlich für Veganismus geworben werden, würde die Zahl schnell sinken.)

    > @martin: Du lebst vegan ?

    Wenn du meinen Link gelesen hast, sollte das klar sein.

    —-

    > Ich weiß nur noch nicht so recht, wo ich den jetzt einordnen soll. Ist es jetzt Kritik an diesem Video, an der Methodik Klima mit Vegetarismus zu verknüpfen oder etwas ganz anderes?

    An der Methode, mit Klima- oder Umweltargumenten zu werben und daran, Vegetarismus als Fortschritt zu bezeichnen (nicht wörtlich, aber so habe ich es verstanden).

    > a) »Umwelt-Argumentation führt zu nichts anderem, als zu “umweltfreundlicherer” Tierausbeutung.«
    > Menschen sind laut meiner Ansicht keine homogene Masse, die man beliebig manipulieren kann. Die Menschen, die der Klimathematik aufgeschlossen gegenüberstehen und auch bereit sind sich zu ändern, ändern sich vielleicht.

    Ja, aber eben nur in klimabezogener Hinsicht. Und die ist (siehe Link oben) eben sehr weit von dem, wo wir – wie ich annehme – hinwollen (eben ethischen Veganismus).

    > b) »Zu ethischem Veganimus bringt man damit niemanden (und “Vegetarismus” ist erst recht kein Fortschritt).«
    > In beiden Dingen stimme ich dir vollkommen zu, wenn folgende Zustände als gegeben angenommen werden:
    > – Man will, dass alle Menschen ethische Veganer_innen werden
    > – Aus Sicht von jemandem der vegan lebt, ist Vegetarismus kein Fortschritt.

    Hast du denn eine andere Sicht? Natürlich argumentiere ich von meinem tierrechtsethischen Standpunkt.

    > Meiner Meinung nach ist es aber sehr wohl ein Fortschritt, wenn ein omnivor lebender Mensch sich entscheidet von nun an nur noch einmal die Woche Fleisch zu konsumieren, oder sich gar entscheidet auf Fleischalternativen auszuweichen.

    Für mich nicht. Das Hauptziel sollte sein, die ethische Verwerflichkeit von Tierausbeutung zu vermitteln. Wenn jemand seine Tierausbeutung nur reduziert (“weniger Fleisch”) oder verschiebt (Vegetarismus), hat er diese nicht verstanden (schließlich gibt es nicht “etwas weniger ethisch verwerflich”). Wenn er sie verstanden hätte, würde er vegan werden. Deshalb ist alles andere außer Veganismus kein Fortschritt.
    Dazu kommt, daß solche Leute mit ihren Veränderungen ihren Unveganismus rechtfertigen und sie wiederum weiter von diesem entfernt. Ein “normaler” Unveganer, der von den Auswirkungen seines Konsum keine Ahnung hat, ist näher am Veganismus als ein bewußter Vegetarier, der genau weiß (weil man es ihm logischer Weise gesagt hat), daß für “Milch/Eier” Tiere sterben, es aber in Ordnung findet, da er durch den “Verzicht auf Fleisch” schon “genug getan” habe.

    > Und wenn es immer mehr von diesen Menschen gibt, die diesen Schritt gehen, dann ändert sich die Nachfrage ökonomisch messbar und das Angebot wird verändert.

    S.o.: wenn es mehr “bewußte” Vegetarier gibt, gibt es einerseits nur eine Verschiebung der Tierausbeutung und andererseits eine Festigung der persönlichen Akzeptanz dieser.
    Wenn es hingegen (durch die Argumentation für ethischen Veganismus und nichts sonst) mehr Menschen gibt, die Tierausbeutung ablehnen, dann gibt es auch mehr Veganer.

  5. Paul
    11. November 2009 um 16:24

    @ martin: Bist Du der martin den wir persoenlich kennen ?

  6. Eva
    11. November 2009 um 17:02

    Also, ich interessiere mich schon seit einiger Zeit für Veganismus und ich muss sagen, ich finde es schwierig in dem Wust von Lebensmitteln und Produktionswegen und Herstellungsprozessen etc. zu wissen, was jetzt vegan ist und was nicht. Ich habe das Gefühl, man muss das 3 Jahre lang studiert haben, um das wirklich zu wissen, zu beherrschen und umzusetzen. Das kann man doch gar nicht von heute auf morgen können. Schon gar nicht, wenn man es sich im Selbststudium aus zig Foren zusammensuchen und Recherche betreiben muss. Vegetarier sein heißt doch nicht zwangsläufig, dass man jeden Tag Milch und Eier isst. Sondern dass man einfach noch nicht alles richtig macht, weil man’s noch nicht weiß oder noch im Umstellprozess ist oder einem Dinge noch nicht bewusst geworden sind. Ich musste einer seit Jahren vegan lebenden Frau, die vegane Kochkurse an der Volkshochschule gab, unterbreiten, dass die Filme in ihrer Kamera Gelantine enthalten. Das war ihr einfach nicht bewusst und sie war geschockt. Und das, obwohl sie seit ca. 15 Jahren “vegan” lebte. Ihr Super-Veganer seid wahrscheinlich auch nur Vegetarier, weil ihr gestern beim Fahrrad fahren eine Mücke verschluckt habt, während ihr gleichzeitig einen Regenwurm überfahren habt. Deswegen finde ich diese Vegetarier-Kritik einfach blöd. Ich könnte mich auch vegan nennen. Aber was hilft’s, wenn ich weiß, dass ich noch viele Fehler mache und jederzeit deswegen kritisiert werden könnte? Deswegen bin ich lieber ein ehrlicher Vegetarierer als ein falscher Veganer. Meine Meinung…

    Und die Menschenrechte sind ja auch noch nicht in jedem Land umgesetzt… Also liebe Super-Veganer, schmeißt schön brav euren in China von menschlichen Tierkindern produzierten Computer aus dem Fenster, weil diese menschlichen Tierkinder zu Dutzenden an den schädlichen Dämpfen erkranken und qualvoll und langsam sterben.

  7. Paul
    11. November 2009 um 18:13

    Hallo Eva !

    Hast Du die Diskussion zwischen martin, Robert und mir verfolgt ? Wenn ja, dann sollte Dir eigentlich klar sein, dass Deine Vorurteile unangebracht sind.

    Zur veganen Lebensweise: Klar weiss man nicht alles sofort.
    Dinge wie Gelatine in Photopapier sind am Anfang jedoch eher nebensaechlich nach meiner Meinung.
    Ich selbst habe es recht schnell erfahren und daher seit meiner Umstellung auch keine Filme mehr entwickeln lassen.

    Mein Handy habe ich gebraucht geschenkt bekommen, der Computer war auch gebraucht und aus dem Bestand einer Firma, also ausrangiert.

    Aber alles, wirklich komplett alles richtig zu machen, kann wohl fast niemand. Ist das ein Grund nicht vegan zu leben ?
    Wohl eher nicht.

    Wir machen lediglich die Menschen auf die vegane Lebensweise aufmerksam. Der Infostand ist zum Beispiel ein Angebot. Niemand wird gezwungen es wahrzunehmen.

    3 Jahre Studium ist jedenfalls nicht notwendig um vegan zu leben. Eigentlich ist es sehr einfach.

  8. Eva
    11. November 2009 um 19:57

    Bin ganz deiner Meinung, Paul. :)

    Man arbeitet sich so langsam vor… Es ist ein Prozess. Und Vegetarier zu verurteilen der falsche Weg.

  9. Paul
    11. November 2009 um 20:46

    Richtig, verurteilen ist schlecht- Informieren ist gut. :)

    Es gibt so viele, die die Bedingungen der Mich- und Eiproduktion nicht kennen, oder sich derer nicht bewusst sind.

    Ob igendwo ein Fizelchen unveganes enthalten ist, darum kann es in erster Linie nicht gehen. Milch und Eier sind allerdings meistens recht gut in Produkten gekennzeichnet. Die Meidung diese “Lebens”mittel ist relativ einfach. Alternativen gibt es in unserem Lebensraum Konsumgesellschaft reichlich.

  10. martin
    11. November 2009 um 21:46

    > Bist Du der martin den wir persoenlich kennen ?

    Da ich euch nicht persönlich kenne, nein.
    Ich bin der hier:
    http://vegane-gesellschaft.de/authors/3-Martin-Paetzold
    bzw.
    http://www.google.de/search?source=ig&hl=de&rlz=&q=%22Martin+P%C3%A4tzold%22+site%3Aveganekinder.de&meta=lr%3D&aq=f&oq=
    usw.

    Eva

    > sagen, ich finde es schwierig in dem Wust von Lebensmitteln und Produktionswegen und Herstellungsprozessen etc. zu wissen, was jetzt vegan ist und was nicht

    Das ist auch schwierig. Deshalb gibt es Hilfe:
    http://tierrechtskochbuch.de/vegan/tierprodukte.html
    http://maqi.de/produktanfragen/

    > Vegetarier sein heißt doch nicht zwangsläufig, dass man jeden Tag Milch und Eier isst. Sondern dass man einfach noch nicht alles richtig macht, weil man’s noch nicht weiß oder noch im Umstellprozess ist oder einem Dinge noch nicht bewusst geworden sind

    Nein, Vegetarier sein heißt, bestimmte Tierprodukte wissentlich und absichtlich zu konsumieren.
    Veganer sein heißt, alle Tierprodukte, die man vermeiden kann, zu vermeiden. Wenn trotz aller Recherche sich hinterher herausstellt, daß irgendwo noch vermeidbare tierliche Stoffe enthalten sind, ist man trotzdem vegan.

    > Deswegen finde ich diese Vegetarier-Kritik einfach blöd.

    Du scheinst etwas zu verwechseln. Ich kritisiere nicht o.g., sondern die Vegetarier, die es in Ordnung finden, Tierprodukte zu konsumieren (obwohl durch vegetarische Tierprodukte in Dtl. jährlich über 120 Mio. Tiere sterben).

  11. daniel
    12. November 2009 um 07:37

    ja ist es denn der martin?

  12. martin
    12. November 2009 um 08:03

    Ich hatte bereits geantwortet, der Kommentar wartet aber noch auf Moderation.

  13. daniel
    12. November 2009 um 17:50

    des is ja schon widda son typ wie der achim. ich halts nicht aus eh.

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