The Age of Stupid in der Schauburg

Sondervorführung am 22.09.2009 in der Schauburg um 18.45 Uhr mit anschl. Filmgespräch und Diskussion. Gäste: Umwelt-Bürgermeister Klaus Stapf sowie Dr. Kienzlen, Leiter der Klimaschutz -und Energieagentur Baden-Württemberg sowie weitere Gäste. Während der Diskussion „live“ Schaltung nach New York mit Grußwort von u.a. Friedensnobelpreisträger Kofi Annan

Plot:

Weil wir unsere Umwelt ruinierten, schaut Pete Postlethwaite aus dem postapokalyptischen Jahr 2055 auf dieses Jahrzehnt zurück, wo wir alle Chancen versäumten, den Klimawandel zu stoppen.

Franny Armstrong (“McLibel”), Autorin und Regisseurin dieser Dokumentation,  versteht ihr Science-Fiction-Szenario als ultimative Warnung, die letzte Chance zur Umkehr zu nutzen, damit die Menschheit nicht die erste Lebensform wird, die sich selbst ausrottet. Die Frage ist allerdings, ob wir es überhaupt wert sind, gerettet zu werden. Womit Armstrong eine – durchaus berechtigte – pessimistische Alarmstimmung vertritt, die sich im Titel niederschlägt, der sich auf uns und die heutige Zeit bezieht. So hat der britische Schauspielveteran Pete Postlethwaite (“Im Namen des Vaters”) allen Grund, ein sorgenzerfurchtes Gesicht aufzusetzen, zumal er anno 2055 einsam auf einer zerstörten Erde lebt – in einem polaren Wissens- und Bio-Archiv, wo er sich durch alte Nachrichtschnipsel aus den Anfängen des 21. Jahrhunderts zappt, die ein Spektrum des Schreckens eröffnen: Sechs Mini-Dokus laufen gegeneinander, sechs Geschichten rund um den Globus von Ressourcenverschwendung und Konsumsucht, von den Anzeichen des Klimawandels und der Ignoranz der Menschen. Sie berichten von Katrina, dem Elend in Nigeria und dem Irak, der Gletscherschmelze in den Alpen, von einem indischen Unternehmer, der problemlos eine Airline gründet und einem Briten, der mit einem Windpark am Widerstand der Anrainer scheitert.

In ihrer vierten Dokumentation klagt die studierte Zoologin Armstrong die bedenkenlose Art und Weise an, mit der wir unsere Lebensgrundlage vernichten. Zwar pocht ihr Kaleidoskop der Versäumnisse eingangs auf wissenschaftliche Faktentreue, stellt sich aber rasch als polemischer Rundumschlag gegen alles Übel dieser Welt heraus. Das vollzieht sich wenig strukturiert, aber es muss ja nicht gleich ein pädagogischer Vortrag wie “Eine unbequeme Wahrheit” sein. Drei animierte Vignetten von schöner Bissigkeit rekapitulieren unter anderem unseren Öldurst und den Konsumismus, treffend unterlegt von Depeche Modes “I Just Can’t Get Enough”. Heimliche Höhepunkte im wohl ersten so gut wie klimaneutralen Film, den folgerichtig auch die Umweltorganisation Greenpeace unterstützt. In einer besseren Welt wäre “The Age of Stupid” ein Blockbuster.

Verfasst von Robert


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4 Kommentare zu “The Age of Stupid in der Schauburg”

  1. Robert
    21. September 2009 um 14:07

    Ich finde den Film mehr als interessant. Wie wäre es wenn wir da gemeinsam hingehen? Sollten wohl früh Karten dafür besorgen. Könnte sonst alles weg sein. Was meint ihr?

  2. Paul
    22. September 2009 um 16:40

    Falls ich Zeit habe, wuerde ich mitgehen.
    Denke so um 18:00 Uhr kann ich abschaetzen ob es klar geht.
    Wenn die Karten dann weg sind, hab ich halt Pech..

  3. Robert
    22. September 2009 um 16:58

    Habe jetzt mal 4 Karten vorbestellt. Bis jetzt kommen Chris, Holger, Silke und ich mit. Eine Karte kostet 12 EUR, weils eine Sondervorstellung ist. Wir treffen uns um 18:15 vor der Schauburg. Pünktlich, weil wir die Karten 30min vor Beginn der Vorstellung abholen müssen.

  4. Silke
    22. September 2009 um 23:28

    Super Idee, gemeinsam dort hin zu gehen. War ein schöner Abend mit euch. Und nicht vergessen: Mind. 10 Leuten davon erzählen…

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