Abstimmung: Aufgetischt und abgespeist
Für uns als Verbraucher ist klar: Wir müssen Vertrauen haben. Vertrauen in die Zutatenliste von verarbeiteten Lebensmitteln, Vertrauen in die eingehaltenen Hygienestandards und Vertrauen in die Einhaltung der Richtlininen verschiedenster Siegel. Geizen sollten wir jedoch mit Vertrauen, wenn es um Werbung für bestimmte Produkte geht. Für mehr Transparenz beim Thema Verbraucherschutz setzt sich der eingetragene Verein foodwatch ein. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der Preis des “Goldenen Windbeutels” für die dreisteste Werbelüge verliehen, über den auch die taz berichtete. Nominiert wurden fünf verschiedene Produkte diverser Hersteller, die mit unwahren oder täuschenden Aussagen die Menschen zum Kauf verleiten wollen. Wo Vertrauen missbraucht wird, braucht es jene, die sich dafür einsetzen, dass solch ein Vorgehen an die Öffentlichkeit gelangt. Wir als Bürger können uns bis 19. März 2009 an der Nominierung beteiligen und dadurch entscheiden, welcher Hersteller dieses Jahr für das jeweilige Produkt den Goldenen Windbeutel überreicht bekommt. Zur Auswahl stehen:
Actimel von Danone
Danones angebliches Wundermittel plündert zwar ordentlich die Haushaltskasse, ist aber kaum wirkungsvoller als ein normaler Naturjoghurt – nur doppelt so süß. Activer Etikettenschwindel!
Bahlsen Gourmet-Genießerkuchen von Bahlsen
Beworben als eine „besondere Kombination erlesener Zutaten”, enthält der Bahlsenkuchen vor allem Zusatzstoffe und Aromen. Und aus welcher Haltungsform die verwendeten Eier stammen, erfahren Verbraucher nicht. Verbrauchtransparenz, Verbraucherservice – für Bahlsen Fremdwörter!
Biene Maja von Bauer
Was wie ein gesundes Milchprodukt für Kinder aussieht, ist in Wirklichkeit eine echte Zuckerbombe. Insgesamt 44 Stück Würfelzucker enthält der Trinkjoghurt pro Liter. Das ist mehr als in einem Liter Cola.
Frucht-Tiger von Eckes-Granini
Frucht-Tiger ist kein „gesunder Durstlöscher“, sondern ein Getränk, das die zahnschädigende Citronensäure (E330) und den umstrittenen Süßstoff Aspartam enthält. Eckes-Granini scheint sich Irreführung bis zur Zahnfäule vorgenommen zu haben!
Bertolli Pesto Verde von Unilever
Obwohl sie ausdrücklich beworben werden, sind Pinienkerne und Olivenöl nur in winzigen Alibi-Mengen enthalten. Ersetzt werden sie durch billigeres Sonnenblumenöl und Cashewnüsse. Aufgepeppt mit Aroma und einem Säuerungsmittel ist der angebliche „Klassiker“ also vor allem eines: eine Mogelpackung.
Wir haben uns für den Bahlsenkuchen entschieden, weil wir finden, dass Tierschutz sehrwohl ein Kriterium bei der Auswahl der Zutaten für ein Produkt sein sollten. Dass Kuchen auch ganz ohne Ei gebacken werden können, ist vielen noch nicht klar. Zu tief sitzen gewohnte Ernährungsweisen und Ängste gegenüber anderen Ernährungsformen. Hier in Karlsruhe gibt es im Biomarkt Füllhorn diverse Kuchen ohne Ei. (Wir berichteten) Unter anderen finden sich in unserer Links-Sektion diverse Weiterleitungen zu Rezeptseiten.





















18. März 2009 um 11:19
Der Blog Konsumpf hat ebenfalls darüber berichtet. http://konsumpf.de/?p=3203
Hoffen wir, dass es viele Menschen dazu bewegt hat, sich an der Umfrage zu beteiligen.
5. Mai 2009 um 20:30
Von Zutatenlisten erwartet man ja eigentlich, dass dort steht, was im Produkt drin ist. Das das nicht immer der Fall ist, wird hier thematisiert – zum Nachlesen und Anschauen:
http://www3.ndr.de/sendungen/markt/archiv/pflege_gesundheit_ernaehrung/mogelpackung104.html
Beispiel: Gelatine in den Frühstücksflocken…
6. August 2009 um 10:02
Die Firma Silesia stellt Lebensmittel-Aromen her – vom vegetarischen Brathuhn bis zur grünen Erdbeere… mehr dazu unter:
http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/niederrhein/2009/8/5/news-128321624/detail.html
Zukunftsmusik: In Zukunft wird es wohl zu jedem tierischen Produkt eine vegane Alternative geben.
5. April 2010 um 21:29
Auch dieses Jahr kann man wieder entscheiden, wer den Goldenen Windbeutel erhalten sollte. Ich selbst habe mal wieder für ein unveganes Produkt gestimmt
http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel_2010/